Don Trinidad, Zigarrenknigge mal anders
oder dem Connaisseur is nix zu schwör

 

Hola, gestatten Don Trinidad.

Meine Familie und ich beschäftigen sich schon seit Generationen mit Zigarren aller Länder. Ich selbst bin ein anerkannter Aficionado und Connaisseur im Zigarrenuniversum. Meine Meinungen und Tipps zum Thema Zigarre werden gern gehört. Bei mir kann jeder noch etwas lernen. Nach längeren Aufenthalten in der Dominikanischen Republik, Nicaragua, Honduras und Cuba bin ich hier wohl der einzige Experte, der über ein umfassendes Wissen in Tabakanbau und Rauchkultur verfügt.


Inhaltsverzeichnis

 

  • Auswahl
  • Verlauf
  •  

  • Anschneiden
  •  
  • Das Ende
  •  

  • Anzünden
  •  
  • Hauptmenü

  • ACHTUNG! NICHT ZUR NACHAHMUNG EMPFOHLEN!

    Oft werde ich von Anfängern nach der richtigen Zigarre für den Einstieg gefragt. - Diese Frage ist natürlich ganz einfach zu beantworten, denn es gibt nur eine einzige Zigarrenart, die sich zum Einstieg eignet: Nämlich Zigarren der holländischen Machart, da cubanische für den Einstieg viel zu mild und dominikanische viel zu stark sind. Einzig die Zigarren der holländischen Machart eigenen sich für den unerfahrenen Raucher. Für besonders empfehlenswert halte ich die "Tropenschatz" oder "Handelsgold". Die Größe einer Zigarre, oder ihr Format hat dabei nichts zu sagen, da eh alle Zigarren von der gleichen Marke auch gleich schmecken. Wichtig ist hingegen, dass die Zigarre knochentrocken ist. Denn nur dann saugt sie die zum Rauchgenuss nötige Menge Whisky aus dem Glas, in das man das eine Ende eintaucht. Sollte man gerade keinen Whisky zur Hand haben, eignen sich auch alle anderen Arten hochprozentigen Alkohols. - Ganz besonders Vodka oder Tequilla.
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    Nachdem nun das runde Ende der Zigarre schön mit Alkohol benetzt ist, muss man noch ein Loch hineinbekommen. Hierfür gibt es im Fachhandel geeignete Geräte wie Cutter, Curler oder Scheren. - Diese taugen jedoch allesamt nichts. Die beste Art ein Loch in die Zigarre zu bekommen, ist die, mit einem spitzen Gegenstand wie einem Kuli das Deckblatt zu durchstechen und etwas "aufzunudeln". - Man kann natürlich auch die Spitze abbeißen. - Das geht fast genauso gut. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass man das abgebissene Stück der Kappe, nicht verschluckt. - Viel besser ist es, man spuckt es auf den Boden. - Damit zeigt man vor den umstehenden Zeitgenossen, dass man ein wahrer Kenner des Tabaks ist.
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    Nun ist die Zigarre "rauchfertig" und es geht an das Anzünden des guten Stückes. Dafür eignen sich durchaus verschiedene Methoden. Die eleganteste von allen ist aber das Anzünden mittels einer echten Bienenwachskerze. Hat man diese nicht zur Hand eignen sich aber auch alle anderen Arten von Kerzen. Da man ja aber als Raucher nicht ständig eine Kerze mit sich führt, ist ein ebenfalls adäquates Mittel zum Entzünden des Stogies (Eine alte amerikanische Bezeichnung für allerbeste Premiumzigarren) ein Feuerzeug. Vorzugsweise sollte dieses ein stilechtes ZIPPO Feuerzeug sein, da hiermit die beste Flamme erzielt wird. Die Flamme hält man am Besten direkt vor die Zigarre und zieht einige Male schnell an der Zigarre. Denn nur so erreicht das Brandende möglichst schnell eine durchgängige Glut und der Rauch die nötige Temperatur.
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    Der Verlauf des Rauchens ist ja nun das eigentliche Vergnügen an einer solchen Zigarre. Hierbei sollte man sich Mühe geben, nicht nur einmal kurz an der Zigarre zu ziehen, sondern in kurzen und heftigen Zügen zwischen 3 und 4 Mal an der Zigarre zu ziehen. Das macht dann das ganz besondere Aroma der Zigarre aus. Weiterhin muss man natürlich darauf achten, dass die Zigarre nicht ausgeht, während man sie raucht. Hierzu wählt man am Besten eine Zugfrequenz von 30 Sekunden. Das heißt alle 30 Sekunden ca. 3 bis 4 Mal ziehen.
    Dass man eine Zigarre möglichst alleine rauchen sollte, kann man daraus schon recht deutlich erkennen, da zum Reden mit anderen überhaupt keine Zeit ist.
    Wenn man diese Ratschläge befolgt, und das lege ich natürlich jedem nahe, dann dauert das Rauchen einer normalen, kleinen Zigarre im Format Double Corona allerhöchstens 40 Minuten.
    Geraucht wird eine Zigarre im Übrigen so lange, bis man es an den Lippen vor Hitze nicht mehr aushalten kann. - Manche sagen zwar, die Zigarre würde gegen Ende bitter schmecken, aber das stimmt in keinster Weise. Gerade der Geschmack zum Ende hin ist der mit dem besten Zigarrenaroma.
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    Wenn man die Zigarre zu Ende geraucht hat, wenn also die Lippen richtig brennen, dann ist es an der Zeit, die Zigarre zur Seite zu legen und ihrem Ende entgegentreten zu lassen.
    Auch hierfür gibt es natürlich wieder zahlreiche Möglichkeiten. Die mit Abstand eleganteste ist aber, die Zigarre in einem Aschenbecher durch mehrfaches Drehen auszudrücken. Sollte dem geneigten Leser diese Methode als zu profan erscheinen, so kann er die Zigarre auch mit einer leichten Geste der Verachtung auf den Boden werfen und sie dort durch eine Drehbewegung mit dem Fuß austreten.
    Auf gar keinen Fall aber sollte man seine Zigarre einfach so in den Aschenbecher legen, da auf diese Art und Weise eine ungeheuere Belästigung durch den Rauch der erlöschenden Glut zu erwarten ist. Und wie ein jeder weiß, stört dies die Dame des Hauses.
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    Mit diesen Empfehlungen für den Aficionado empfehle ich mich mit rauchigem Gruß und wünsche den Lesern alles Gute und dass sie immer das gleiche Genusserlebnis beim Rauchen verspüren wie ich.
    Demnächst werde ich an dieser Stelle über das Einkaufen und Lagern von Zigarren berichten.

    Ihr Don Trinidad